Musiker gegen Plattenfirma: Eminem wehrt sich

Eminem steht mal wieder vor Gericht, diesmal wieder auf der Seite der Anklage. Zusammen mit seinem Verleger F.B.T. Productions verklagt er die Universal Music Group (UMG), da er sich bei Einnahmen von Klingentönen und Musikdownloads hintergangen fühlt.

Das Online-Magazine The Wrap berichtet, dass seit gestern ein Prozess stattfindet, der sich auf das gesamte Musikgeschäft auswirken könnte. Konkret geht es darum, ob die Einnahmen aus Musik-Downloads z.B. über iTunes oder Gelder aus dem Vertrieb von Klingeltönen Lizenz- oder Vertriebsgeschäft sind.

Man sollte meinen, dass Universal - wie auch sonst immer - natürlich nur das Wohl des Künstlers im Blick hat und ihm bereitwillig die Summe von 1,3 Millonnen US-Dollar auszahlen würde, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Der Knackpunkt ist der, ob Online-Verkäufe als Lizenz- oder als normale Vertriebsverkäufe angesehen werden. Würden sie als Vertrieb angesehen werden, hätte Eminem keinen Anspruch auf das Geld, sieht das Gericht sie dagegen als Lizenzverkäufe an, würden bei ihm die Kassen klingeln.

Der Prozess ist jetzt bereits seit zwei Jahren in Vorbereitung und wird nun mit einer hochkarätigen Zeugenliste geführt werden. Neben Jimmy Iovine, dem Gründer der Universal Music Group, wird auch Steve Jobs per Video eine Aussage leisten müssen. Eminem selber wird diesmal nicht erscheinen.

Sollte das Gericht im Sinne von Emimem entscheiden, werden wahrscheinlich auch noch viele weitere Künstler ihre Label entsprechend angehen. Es geht The Wrap zufolge möglicherweise um mehrere hundert Millionnen Dollar, die UMG dann gegebenfalls noch zu zahlen hätte.

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