Call for Remix: Annabel Scheme

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Anannabel SchemeRemixe von Musik sind ein alter Hut. Videos werden auch zerstückelt und neu zusammengesetzt. Der Autor Robin Sloan aus San Francisco geht jetzt den nächsten Schritt und lässt seine Kurzgeschichte Annabel Scheme remixen. Dabei geht er den umgekehrten Weg, den er bei der Erstellung der Geschichte gegangen ist.

Bei Kickstarter hatte er nach Unterstützern gesucht. Sein Ziel war es, 3.500$ zusammen zu bekommen. Daran schossen ihn seine Unterstützer deutlich vorbei. 100 spendeten zwischen 11 und 19 Dollar, 186 bis zu 29$, 87 war das Projekt bis zu 39$ wert, 122 spendeten bis zu 59$ und 10 sogar noch mehr. Ingesamt kamen 13.942$ zusammen. Jede der Seiten des Geschichte war seinen Fans also umgerechnet mehr als 10$ wert. Ab einer Spendenhöhe von 11$ haben Unterstützer eine gedruckte Ausgabe des Buchs bekommen, ab 39$ dann sogar vier Ausgaben. Der Preis ist also nicht ungewöhnlich hoch, noch dazu in Anbetracht der Tatsache, dass es keine weiteren Exemplare dieser Ausgabe geben wird.

Bis zu 1.000 Dollar davon stellt Sloan jetzt als Remix-Fund zur Verfügung. Wer eine Idee hat, wie die Geschichte, die Charaktere oder der Text selber verändert werden können, kann diese Idee einreichen. Er muss sie nicht einmal selber umsetzen können, nur ein Preisschild muss er der Vorstellung anhängen. Die bis zum 10.01.2010 eingereichten Ideen werden dann den 600 "Patronen" der Geschichte vorgestellt, die dann darüber abstimmen werden. Anschliessend wird solange die Reihenfolge der Ideen durchgegangen, bis das Budget ausgeschöpft ist.

Alles in allem eine ziemlich spannende Idee, wie ein Künstler mit seinen Fans interagieren kann, und noch ungewöhnlicher, dass ein Schriftsteller diesen Weg geht.

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